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Infos FIV

 

Infoblatt FIV (Feline Immunschwäche Virus)

 

 


      

Tris, Reina und Fum sind positiv auf FIV getestet

 

 

FIV ist eine Immunkrankheit, bei der die Katze einen Erreger mit sich herumträgt, der nicht unbedingt zum Ausbruch kommen muss. Der Erreger kommt weltweit vor, so dass etwa ein bis drei Prozent der Katzenpopulation infiziert sind. Man nennt die Krankheit zwar „Katzen-Aids“, doch ist diese Bezeichnung im Volksmund entstanden.

 

FIV verurteilt Katzen keineswegs zu einem zwangsläufig frühen Tod. Die latente Erkrankung muss Lebenserwartung und Lebensqualität keineswegs drastisch reduzieren.

 

Es gibt auch bereits eine Impfung, was jedoch den infizierten Tieren, die das Virus teils von der Mutter übertragen bekommen, nicht hilft. Die Impfung ist in Deutschland noch nicht zugelassen. Da das Virus durch Speichel und Blut übertragen wird, sollten infizierte Katzen möglichst keinen Kontakt mit gesunden Katzen haben, da sie diese anstecken. 

 

FIV ist nicht auf Menschen übertragbar, also für Menschen nicht gefährlich!

 

Nichtsdestotrotz sollte das Immunsystem der Katze regelmäßig unterstützt werden. Dies kann auf verschiedenen Wegen geschehen:

Homöopathisch lässt sich dies mit halbjährlich durchzuführenden Kuren mit Echinacea D1 bewerkstelligen. Dieses Mittel wird in Form von Tabletten oder Globuli (1 Tablette, 5-6 Globuli) drei Wochen lang ins Futter gemischt.

 

Als Kombinationspräparat eignet sich Heel Engystol, von dem man 2 Tabletten pro Woche zur Vorbeugung geben kann.

 

Für guten Immunaufbau sorgt auch ImmuStimK. Dieses Mittel von der Fa. Alphapharm erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt. Die Behandlung kostet etwa 10 Euro pro Monat.

 

Teurer, aber ebenfalls zu empfehlen ist eine halb- bzw. vierteljährliche Kur mit dem Immunmodulator Zylexis. Dieses Medikament erhalten Sie ebenfalls über Ihren Tierarzt. Man gibt zwei Ampullen pro Woche (zum Spritzen, was man selbst machen kann, da man nur unter die Haut spritzt und nicht etwa in irgendwelche Adern.) Leider ist das Medikament nicht ganz billig. Eine Immunkur kostet aktuell etwa 100 Euro. 

 

Außerdem sollte man bei FIV-Katzen immer für eine überdurchschnittliche Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und essentiellen Fettsäuren sorgen. Hier haben sich bewährt: die Aufbau-Tinktur Reaktiv von der Firma aniwell und Felivit-Tabletten von CP-Pharma, beides nicht teuer. 

 

Sollte Ihre FIV-Katze zur Magerkeit neigen, wird sie mit kalorienreichen Nährstoffpasten gefüttert (was man einem Katzenfreund gewöhnlich ja nicht extra sagen muss.). Hier eignen sich Calopet oder Nutrical. 

 

FIV bricht vor allem dann aus, wenn die Tiere geschwächt sind, im Stress stehen oder andere Krankheiten haben. Tierärztliche Untersuchungen haben ergeben, dass die beste Vorbeugung eine stressfreie Haltung ist.

 

Doch auch wenn FIV ausbricht, ist noch nicht aller Tage Abend, denn die Krankheit zeigt sich zunächst einmal in Sekundärinfektionen wie z.B. Entzündungen der Mundschleimhaut, Schnupfen oder Durchfall. Diese Sekundärinfektionen lassen sich jedoch wie bei der normalen Katze bekämpfen, während man gleichzeitig versucht, das Immunsystem zu stärken.


 

Anmerkung / Haftungsausschluss:
Die Inhalte dieses Informationsblattes wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und zusammengestellt. Eine Haftung für die Richtigkeit der Informationen kann jedoch nicht übernommen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Krankheiten oder andere Fragen in jedem Fall ein Tierarzt zu Rate zu ziehen ist.
 

 

 


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