Tierhilfe Verbindet e.V.


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Libertad


 



29. November 2010


Hallo liebe Frau Kraus,

jetzt ist unsere Libertad schon seit fünf Wochen bei uns und es wird endlich mal Zeit, über unsere Anfangszeit zu berichten:

Vor unserer langen (600 km) Anreise nach München habe ich dann doch gedacht, dass wir schon ganz schön verrückt sind, wenn wir uns und auch dem Hund diese Fahrt antun. Heute kann ich nur sagen, ich würde es jederzeit wieder tun, denn für diese Hündin hat sich jeder einzelne Kilometer gelohnt.  Wir waren schon bei der Ankunft der Tiere über deren Ruhe und Ausgeglichenheit überrascht. 

Libertad hat sich problemlos in unserer Familie eingelebt. Sie war, obwohl sie ja auf der Straße gelebt hat, von Anfang an stubenrein. Sie bleibt ohne Probleme (na ja sie hat schon mal geguckt, was es so im Abfalleimer gibt) bis zu drei Stunden allein. Seit der ersten Nacht freut sie sich ganz doll, wenn wir aufstehen und begrüßt jeden schwanzwedelnd. Sie ist einfach nur lieb.

Andere Hunde fordert sie gerne zum Spielen auf und seit wir sie nach vier Wochen an der Schleppleine endlich ohne Leine laufen lassen, ist sie kaum noch zu halten, wenn es nach draußen geht. Sofort nach dem Ableinen startet sie wie ein Rennpferd einige Meter geradeaus durch und schlägt auch schon mal Haken wie ein Kaninchen. Dabei ist sie jederzeit wieder abrufbar. Wir haben die grundlegenden spanischen Kommandos beibehalten, denn sie kam schon gut erzogen zu uns.

 


Im Haus ist sie total ruhig, bellt nicht, wenn es klingelt und rennt auch nicht sofort mit zur Tür. Lieber bleibt sie auf  ihrem Bettchen liegen. Sie scheint es jedoch nicht zu kennen, dass man sie ausgiebig streichelt, doch so langsam findet sie Gefallen daran und grunzt wohlig, wenn sie gekrabbelt wird. Dann wird sie auch schon mal übermütig und wirft sich auf den Rücken, reckt ihre Pfoten nach oben und will spielen.

Schon am ersten Wochenende haben wir sie mit in die Stadt genommen, was auch völlig problemlos war. Sie legt sich meist schnell ab, wenn sie merkt, dass es irgendwo länger dauert, sogar beim Tierarzt ist sie ganz cool.   Na ja, sie ist etwas verfressen und man muss schon aufpassen, was man ihr gibt, denn sie kann gaaanz lieb gucken. Am Esstisch versucht sie auch mal ihr Glück, geht aber bald wieder, wenn sie nichts bekommt.



Wir möchten auf diesem Wege noch mal allen danken, die es uns ermöglicht haben, diese süße Hündin zu bekommen, besonders den Fahrern des Transportes und natürlich Ihnen, Frau Kraus, für die liebevolle Vermittlung und Ihr immer offenes Ohr für alle großen und kleinen Fragen.

Ich möchte alle ermutigen, die noch zögern, ein „Überraschungspaket“ zu adoptieren. Für mich ist Libertad der erste eigene Hund und ich könnte keinen besseren finden. Und wenn man dann nach langer Suche eben den einen findet, dem man ein neues zuhause geben möchte, sollte das nicht daran scheitern, dass er noch im Ausland ist.

Viele liebe Grüße besonders auch an das nette Paar aus Holland, das Sue adoptiert hat und das wir im Hotel kurz kennenlernen konnten.

Petra S. mit Familie und natürlich Libertad

 



 

 


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