Tierhilfe Verbindet e.V.


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Marlon

 

 


 

24. Januar 2012

 

Hallo liebe Familie Guttengeber!

Nachdem ich, Marlon, nun schon ein Jahr bei meiner neuen Familie bin, möchte ich euch schreiben und berichten, wie es mir so ergeht.

Erst mal möchte ich mich noch mal sehr bedanken, dass ihr es mir möglich gemacht habt, in Deutschland zu so einer tollen Familie zu kommen. Das ist viel besser als in Spanien auf der Straße oder im Tierheimzwinger. Papi Beni und Mami Becky kümmern sich hauptsächlich um mich. Aber auch Omi Ilona und Opi Lolli sowie Onkel Felix sind immer für mich da!

 


Ich habe schon viel gelernt seitdem ich hier bin. Von Frühjahr bis Herbst war ich ganz fleißig in der Hundeschule. Momentan werden keine Trainingsstunden im Freien angeboten, nur in der Trainingshalle und das gefällt mir nicht so gut. Sobald die Stunden wieder draußen auf dem Platz sind, gehen wir wieder hin zum Spielen und Lernen.

Für letzten Sonntag war das Seminar „Zughundesport im Winter“ in der Hundeschule geplant, musste aber leider wegen Schneemangels verschoben werden. Ich freue mich schon riesig darauf und hoffe, das im Februar zum Ausweichtermin ausreichend Schnee liegt. Falls nicht, dann lernen wir das Ganze anstatt mit Schlitten mit einem Tretroller. Macht bestimmt genauso viel Spaß!

 


Über Silvester durfte ich mit Omi und Opi auf ne Hütte in Österreich fahren. Das war toll! Da war ein halber Meter Schnee gelegen. Ich war fast die ganze Zeit draußen im Schnee und hab rumgetollt! Am Abend und als ich dann wieder nach Hause gekommen bin, war ich dann aber ganz schön kaputt und müde.

Ich habe hier auch schon ganz viele tolle Freunde gefunden. Meine Lieblingsfreundin ist die Randy. Sie wohnt nur ein paar Häuser weiter und ist ein paar Monate jünger als ich. Wenn wir uns sehen, dann wird gespielt bis wir beide nicht mehr können. Auch die Nele und der Eibi sind gute Spielkameraden. Freunde von Mama und Papa haben eine Schäferhündin namens Cindy. Die versteht sich normalerweise nicht so gut mit anderen Hunden, aber bei mir geht es halbwegs gut. Solange ich sie nicht verärgere, ist sie nur ein bisschen zickig.

 


Gestern hat Mami gesehen, dass ihr wieder einen Husky zu vermitteln habt. Alan heißt er glaube ich. Wohnt er bei euch?

Ich hätte ja gerne einen Spielkameraden, Mami und Papi wären auch einverstanden, aber Oma ist strikt dagegen. Vielleicht können wir uns ja mal zum Spazieren und Spielen treffen und in Kontakt bleiben, wenn er in der Umgebung vermittelt ist.

In Deggendorf, da wo Onkel Felix momentan noch wohnt, habe ich auch schon einen Husky kennengelernt, den Aaron. Mit dem hab ich fast eine Stunde gespielt. Das war super!

Mir geht es übrigens soweit ganz gut. Im Sommer habe ich mich mal beim Spielen an der Isar an einem spitzen Stein oder einer Glasscherbe an der Pfote aufgeschnitten. Das hat vielleicht geblutet und ein bisschen weh getan. Aber ein Indianer kennt keinen Schmerz! Mami hat mich dann trotzdem ganz schnell in die Tierklinik gefahren, die zum Glück nur ein paar Kilometer weg ist. Die haben mich dann in Tiefschlaf gelegt oder so (zumindest kann ich mich an nichts mehr erinnern). Als ich wieder aufgewacht bin hatte ich so einen komischen Verband und einen Schuh um den Fuß herum. So ein Quatsch! Der hat mich nur am Laufen und Spielen gehindert. Ich hab’s fast zwei Wochen ausgehalten, aber dann hat’s mir gereicht und ich hab mir den Schuh, den Verband (den mir Mami täglich gewechselt hat) und die Naht selber runter gebissen. Ich konnte ja nicht wissen, dass das Ganze am nächsten Tag sowieso runter gekommen wäre.

So, ich hoffe es geht euch allen auch so gut wie mir!

Liebe Grüße,
euer Marlon

P.S.: Auch von meiner Familie (Papi Beni, Mami Becky,  Omi Ilona, Opi Lolli und Onkel Felix) soll ich liebe Grüße und Danke sagen!

 

 


 

 


 

 


 


 

06. Juni 2011

 

Hallo,

ich möchte mich mal wieder mit einem Update über Marlon melden.

Anbei ein paar Bilder von dem kleinen Racker Marlon, beim Tollen an der Isar, beim Wandern, zu Besuch bei der Oma und im Garten.

 


Marlon entwickelt sich ganz toll. Wir sind fleißig am Üben, sowohl in der Hundeschule als auch daheim.

Ab nächster Woche nehmen wir mit Marlon an einem Expectivity-Seminar teil. Wir haben auch schon eine Probestunde absolviert und nachdem das so super geklappt hat, machen wir jetzt 6x einmal in der Woche den Kurs. In den „normalen“ Stunden in der Hundeschule ist er jetzt auch schon super und wird immer geduldiger. Abrufen beim Spazieren funktioniert jetzt auch schon gut, außer wenn er durch Mäuse, andere Hunde, Hasen oder Rehe abgelenkt ist.

 

 


Radfahren macht ihm viel Spaß, daher gibt es fast täglich eine Runde mit dem Fahrrad.
Vor ein paar Wochen waren wir mit ihm beim Wandern am Breitenstein. Hat ihm auch sehr viel Spaß gemacht. Benommen hat er sich auch sehr gut, so dass wir ihn im freien Gelände sogar frei haben laufen lassen können.

 


Einer seiner Leidenschaften, die wir ihm noch nicht so recht abgewöhnen konnten, sondern nur reduzieren konnten, ist das Buddeln in Omas geliebten Blumenbeeten. Leider haben wir ihn nur selten bei der Tat erwischen können, da er immer still und heimlich gräbt. Aber das bekommen wir auch noch hin.

Wir sind sehr froh, dass Marlon bei uns ist!
Liebe Grüße

Rebecca & Beni

 

 

 

 



 

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15. Februar 2011

 

Liebe Frau Guttengeber,

vielen Dank für Ihre Mail. Ich möchte Ihnen auch schon seit ca. einer Woche schreiben, um von Marlon zu berichten.

Ich glaube er hat sich schon recht gut bei uns eingelebt. Nach ca. einer Woche ist er deutlich ruhiger geworden. Er wirkte in der ersten Woche sehr nervös. Dies hat sich aber gelegt. In der zweiten Woche hat er 3-4 Mal im Haus vor Freude gepinkelt, das war aber nach 2 Tagen vorüber.

Im Haus verhält er sich schon fast vorbildhaft. Er bleibt sogar manchmal alleine im Wohnzimmer (EG), wenn ich zu mir in den 2. Stock hoch gehe. Ab und an geht er auch von alleine hoch. Wenn ihm langweilig wird, schmeißt er dann ab und zu Erde aus den Blumentöpfen oder fängt an Mamas Hausschuhe oder seine eigene Decke zu zerrupfen. Das hat sich aber auch schon gebessert.

Er liebt unsere 2 Wintergärten bzw. bodentiefen Fenster, von denen er die Umgebung und damit auch die am Feldweg spazierenden Hunde gut sehen kann. Wenn er die vorbeispazierenden Hunde sieht, dann jault er immer etwas, weil er am liebsten zu ihnen raus möchte. Wenn jemand das Haus verlässt jault bzw. quietscht er noch. Das hat sich aber auch schon gebessert, nachdem er festgestellt hat, dass ja alle spätestens am nächsten Tag wieder nach Hause kommen. Noch haben wir ihn nicht alleine gelassen.

Im Garten bleibt er auch schon (fast) alleine. Man kann problemlos zwischendurch mal ins Haus gehen und ihn im Garten lassen, allerdings kann es sein, dass er dann Blumen(zwiebeln) ausgräbt. Beim Spazierengehen zeigt er seine ganze Energie. An einen ruhigen Spaziergang ist noch nicht zu denken. Er läuft wie ein Wilder vor und zurück, rechts und links. Er ist von allem, was sich bewegt, begeistert, egal ob Reh, Hase oder Vogel. Letztens haben wir einen Modell-Flieger gesehen - von dem war er so begeistert, dass er unter ihm her gelaufen ist und gar nicht mehr weiter gehen wollte (Bild0170).

 


Das Spazierengehen funktioniert noch nicht so problemlos. Sobald er eine Fährte aufnimmt oder sich in der Ferne etwas bewegt, läuft er manchmal sehr weit weg bzw. in den Wald rein. Leider hört er dann nicht auf "Hier", was sonst schon recht gut klappt. Er kommt zwar immer wieder, aber manchmal wartet man dann schon mal mehrere Minuten bis er wieder da ist. Auf meine Mutter hört er noch nicht so gut, daher traut sie sich noch nicht, ihn von der langen Leine (8m) zu lassen, wenn sie alleine spazieren ist. Bei mir und meinem Freund klappt's schon immer besser, da darf er auch größtenteils frei laufen. Das Gehen an der kurzen Leine wird auch immer besser. Lange am Stück klappt's noch nicht, aber immer mal wieder für eine paar 100 m geht es schon ohne Ziehen.

 


Ein Problem sind momentan noch vorbeifahrende Radfahrer oder vorbeikommende Spaziergänger. Die Radfahrer springt er an und läuft hinterher, wenn man nicht seine vollständige Aufmerksamkeit hat. Um Spaziergänger tänzelt er herum. Solange man ihn rechtzeitig an die Leine nimmt, ist es aber kein
Problem. Sobald er einen Hund in der Nähe sieht, ist er auch nicht mehr zu halten, da läuft er sofort hin, wenn er nicht an der Leine ist (manchmal sogar über die ganze Wiese oder Felder). Mit anderen Hunden verträgt er sich super. Es wohnt noch eine 8 Monate alte Hündin in der Nähe, mit der er sehr gerne spielt. Die meisten anderen Hunde sind so 3-5 Jahre alt, mit denen spielt er auch gerne. Den älteren Hunden aus der Umgebung ist er meist etwas zu verspielt und wild. Ein Rüde aus unserer Straße mag unseren Marlon nicht, ihr Revier ist wohl zu nah beieinander, aber um den machen wir einfach einen größeren Bogen. Dafür versteht er sich recht gut mit einer 9 Jahre alten Hündin von Freunden, die sich sonst mit fast keinem anderen Hund verträgt.

 


Fahrradfahren mit ihm funktioniert auch recht gut und wird immer besser. Da kann er sich richtig auspowern. Mit der Hundeschule fangen wir am Freitag an. Da bin ich schon gespannt drauf. Wir haben uns für die Hundeschule Happy Wolf entschieden.

Alles in Allem sind wir sehr froh, dass wir uns für Marlon entschieden haben. Er ist einfach ein lieber Kerl!

Liebe Grüße
Rebecca, Beni & Familie

 


 


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