Tierhilfe Verbindet e.V.


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Mitsuo

 

 


 

25.06.2012

 

Hallo Steffi,

heute ein kleiner Zwischenbericht von unserem Sonnenschein.
Mitsu hat sich in der Zwischenzeit prächtig entwickelt. Er folgte und folgt unserer Pauly wie ein Schatten und übernimmt mittlerweile sogar die Führung.

Mit besonderer Vorliebe geht Mitsu z.Z. auf Mäusejagd, im Unterholz und auf den abgemähten Wiesen (siehe Fotos). Wie ein Wirbelwind saust er durch die Gegend, Hindernisse werden - doing, doing - wie ein Känguru übersprungen und hat er ein Mauseloch entdeckt, dann wird gebuddelt, dass die Beinchen nur so rotieren. Erwischt hat er glücklicherweise noch keine Maus – ich konnte aber beobachten, wie sich einige Bewohner durch andere Öffnungen ganz schnell in Sicherheit brachten. Wir beneiden den kleinen Mann um so viel Energie.
Das Scalibor-Halsband, das bisher gute Dienste geleistet hatte, mussten wir leider bei Mitsu wieder abnehmen, da ein Ausschlag am Hals aufgetreten war. Dank einer Salbe von unserer Tierärztin ist mittlerweile alles wieder gut verheilt.

Ich möchte hier aber auch von einem unerfreulichen Erlebnis berichten, das uns einen gewaltigen Schrecken versetzte. Vor einiger Zeit informierte ich mich auf der THV-Website u.a. über die Notstände im Tierheim Villena und klickte dabei das Video über Hündin Hortensia an.

Mitsu, der friedlich neben mir auf dem Sofa schlummerte und der normalerweise auf Hundegebell aus der Nachbarschaft neugierig, aber gelassen reagiert, wurde durch das Bellen vom Video in Angst und Schrecken versetzt – er geriet total in Panik und zitterte am ganzen Körper. Ein Spaziergang sollte ihn ablenken, was allerdings nur für kurze Zeit gelang. Zu Hause angekommen, konnte Mitsu keine Ruhe finden – alle Liegeplätze (sogar Pauly´s Kennel und Kissen, die er bisher nie benutzt hatte) wurden ausprobiert und zerwühlt – hatte er sich endlich nieder gelegt, zuckte er häufig zusammen, wie nach einem Stromschlag - der Kopf schnellte in die Höhe und die Beinchen strampelten. Er kam zu mir aufs Sofa – presste sich fest an mich – ich legte den Arm um ihn und nach einer kleinen Ewigkeit, nach vielen Zuckungen und Tritten wurde er endlich ruhiger und schlief sogar ein. Die Nacht verbrachte Mitsu dann auf ähnliche Weise bei mir im Bett (das erste und bisher einzige Mal), fest an mich geschmiegt zwischen Körper und Arm. Am nächsten Morgen war der ganze Alptraum glücklicherweise vorbei.

In Anbetracht von Mitsu´s heftiger Reaktion auf das Video, können wir uns sehr gut vorstellen, welche Qualen die ruhigen und rangniedrigen Hunde zur Zeit in Villena durchleiden. Hoffentlich bringen die Kastrationen Ruhe und Entspannung in die Rudel.

Liebe Grüße aus Weißensberg und einen schönen Sonntag,
M2P2 (Marion, Mitsu, Peter und Pauly)

 


 


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