Tierhilfe Verbindet e.V.


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Safari


 


 

02. Juli 2013


Erfahrungsbericht Adoption Safari


Schon lange hatten wir mit dem Gedanken gespielt einem weiteren Hund ein Zuhause zu geben und damit aus unserem damaligen „spanischen“ Hunde-Duo, ein Trio zu machen.
 

Auf der Internetseite von Tierhilfe Verbindet bin ich gleich auf Safari gestoßen und er ließ mich nicht mehr los. Ein ¾ Jahr habe ich immer wieder seine Geschichte gelesen und hin und her überlegt: Sollte ich mir tatsächlich einen „Angsthund“ zutrauen? Würden wir das schaffen?
 

Mein Herz sagte schon lange, dass nur Safari für mich infrage kommt, lediglich der Verstand hat etwas länger gebraucht. Dann ging alles ganz schnell, schriftliche Anfrage, Mails, Telefonate, Vorbesuch und drei Wochen später durften wir Safari in München abholen.
 


 

Die Einschätzung aus dem spanischen Tierheim lautete:
„Ein Angsthund der sich im Tierheim völlig zurückzieht und schon lange keine Fortschritte mehr macht. Wir sollten keinerlei Erwartungen an ihn haben und uns auch darauf einstellen, dass es auch im neuen Zuhause keine nennenswerte Veränderung geben wird oder er zumindest sehr lange brauchen wird, um wieder Vertrauen aufzubauen.“
 

Das hatte Safari allerdings ganz anders geplant. Die Veränderung war schon bei der Ankunft sichtbar. Er saß nicht, wie befürchtet, teilnahmslos und verängstigt in seiner Transportbox, sondern hat neugierig und interessiert beobachtet, was um ihn herum passiert. Im Auto auf dem Weg nach Hause die erste positive Überraschung, er kam gleich aus seiner Box heraus und machte es sich neben mir gemütlich.
 

Zu Hause angekommen hat er gleich sein Bett in Beschlag genommen und 2 Tage mehr oder weniger nur geschlafen. In der ersten Woche konnten wir ihn kaum dazu bewegen, seinen Liegeplatz zu verlassen. Alles wozu er sich mit Leckerchen „überreden“ ließ, waren ein paar vorsichtige Schritte und dann schnell wieder zurück auf seinen Schlafplatz. Wir hatten uns gedanklich schon darauf eingestellt, ihn mit viel Hühnchenfleisch, Mühe und Geduld schrittweise aus der Reserve zu locken. Aber er hatte beschlossen uns eines Besseren zu belehren.
 


 

Nach 8 Tagen im neuen Zuhause, kam er wie selbstverständlich zu uns in den Garten, hat alles beschnuppert und sich auf den Rasen gelegt. Von diesem Zeitpunkt an hat er uns täglich gezeigt, dass er trotz aller schlechten Erfahrungen, die er wohl gemacht hat, bereit ist, alles hinter sich zu lassen und das neue Leben zu genießen.
 

Es ist die größte Freude zu sehen, wie er die Nähe zu uns sucht und überall dabei sein möchte, wie er wie selbstverständlich mit den beiden anderen Hunden zur Begrüßung an die Tür kommt und seine Freude ausdrückt. Er probiert alle Liegeplätze aus und legt sich auf die Gartenliege in die Sonne. Er wälzt sich genüsslich auf dem Rasen und sobald sich in der Küche etwas tut, ist er in der Nähe und beobachtet alles ganz genau.
 

Wir können es manchmal gar nicht glauben, aber es ist so als hätte er schon immer dazugehört.
 


 

Und, ja, es war die richtige Entscheidung, gerade so einen Hund aufzunehmen, auch wenn natürlich niemand ahnen konnte, dass er in so kurzer Zeit so eine wunderbare Entwicklung machen würde. Aber auch der mühsame Weg hätte sich gelohnt. Wenn man beobachten kann, dass ein Hund wieder lernt zu vertauen und wieder Freude am Leben zeigt, ist das alle Mühe wert.
 

Wir können die Arbeit des Vereins Tierhilfe Verbindet und der spanischen Tierheime gar nicht angemessen würdigen und ausreichend dafür danken, dass sie auch die „besonderen“ Hunde nicht aufgeben, sondern keine Mühen scheuen für jeden Hund das passende Zuhause zu finden.
 

Wir haben mit Safari jedenfalls den Hauptgewinn gemacht. Vielen Dank dafür.. 
 


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