Tierhilfe Verbindet e.V.


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Holly

 


 

18. April 2014

 

Liebe Frau Haberegger,


nun bin ich schon ein Vierteljahr bei meiner neuen Familie, und ich muss sagen, Sie haben sie wirklich gut ausgesucht für mich!


Anfangs war ich ja etwas irritiert, dass gleich drei Vierbeiner schon da waren. Alle kamen neugierig auf mich zu und wollten mich beschnuppern, aber ein bisschen unheimlich war mir das doch. Ich hab mich zunächst lieber an die Zweibeiner gehalten, die ich aus den ersten Tagen im Extrazimmer schon kannte. Die waren auch wirklich gaaaanz lieb und verständnisvoll zu mir.


Nur mit meinem Namen hatten die Probleme. Dabei ist das doch ganz einfach, oder? Ich heiße Holly! Und die haben sich Gedanken gemacht und überlegt, ob ich mit Nachnamen Day oder Wood heiße. Als ob Holly allein nicht schon ausreicht! Aber nein, immer noch was kommt dazu. Manchmal nennen sie mich ihre Katte Macchiato, weil sie behaupten, meine schönen Farben sähen aus wie bei einer Latte Macchiato, einem Milchkaffee. Naja, gefleckt wie ein Flickenteppich bin ich ja schon irgendwie, aber so ruhig wie ein Teppich liege ich ehrlich gesagt selten rum. Allerdings zeigen mich die meisten Fotos schlafend, sonst halte ich nie lange genug still zum Knipsen.

Ich habe immer viel Unfug im Kopf. Riesigen Spaß habe ich beim Spielen mit der Angel, die Maus daran habe ich schon ein paarmal abgerupft.  Die Papiersachen von Jan für die Uni eignen sich hervorragend zum Rascheln. Balancieren auf dem Wäscheständer ist auch cool. Und wie viele Sachen ich da schon runtergefetzt habe ... war gar nicht so einfach, aber ich gebe mir viel Mühe, meine Menschen immer wieder zu überraschen. Ich liebe es, bei ihnen auf dem Schoß zu liegen und zu schnurren. Aber was
kann ich denn dafür, wenn mir auf einmal die Ohrringe von der Stephie ins Blickfeld kommen? Da muss ich doch einfach hochspringen und versuchen, sie runterzureißen, oder? Die Schnürsenkel von Jans
Turnschuhen kann katz hervorragend durchkauen und besabbern ...  Und wenn ich Knöpfe an Norberts Hemd sehe, beiße ich rein und ziehe daran. Da kommt es schon mal vor, dass dann jemand murmelt: "Holy shit!" Aber mich meinen die damit bestimmt nicht, oder? Meistens bin ich ihre liebe Holly-Maus. Darauf höre ich eigentlich immer; nur wenn wir Verstecken spielen, schaffe ich es, eine Zeitlang ruhig zu bleiben.


Aber Rumtoben ist einfach klasse, ich muss alles erforschen und überall gucken, was los ist. Auch Raufen mit den anderen finde ich toll. Wenn ich in Rauflaune bin, springe ich zuerst auf den riesigen Romeo drauf. Manchmal hat er auch Lust zu toben, und dann gehts zur Sache! Aber wir tun uns nicht wirklich weh dabei, sondern haben einfach Spaß miteinander. Manchmal hat aber auch niemand Lust zu raufen, und wenn ich alle Katzen nacheinander angesprungen habe und keiner geht drauf ein, finde ich das echt gemein. Aber Schmusen mit ihnen ist auch schön. Am liebsten kuschel ich mit Romeo, wie man auf den Bildern sieht!

Die Verpflegung ist hier auch echt Spitze, ich hab inzwischen begriffen, dass das billige Supermarktfressen, das ich anfangs immer haben wollte, gar nicht so gut für mich ist. Ich finde das, was wir kriegen, nun auch echt lecker, manchmal bin ich so schnell mit meiner Portion fertig, dass ich versuche, die anderen wegzudrängeln und mir deren Anteil auch noch zu schnappen. Aber ich kriege schon ein Bäuchlein, behaupten die Zweibeiner! Besonders lecker finde ich die Knabberstangen, die es
zwischendurch mal gibt. Wenn die Dose, in der sie aufbewahrt werden, geöffnet wird, höre ich das sofort, auch wenn ich ganz fest schlafe oder mich gerade versteckt habe. Dann komme ich im Eiltempo angesaust! Da halten wir alle zusammen, Romeo, Fleur, Aleko und ich.


Am Wochenende, wenn die Zweibeiner länger schlafen wollen, tricksen wir sie manchmal aus. Wenn der Jan morgens früh um fünf aus der Disco kommt, füttert er uns gleich, bevor er schlafen geht. Und wir vier Miezen gehen dann um sieben zu Norbert und Stephie und machen Geschrei, dass wir soooo hungrig sind und die ganze Nacht nichts gekriegt haben. Anfangs haben die uns das auch glatt geglaubt! So haben wir uns bereits einige Male ein doppeltes Frühstück ergaunert. Aber diese Spielverderber haben uns irgendwann durchschaut und warnen sich nun mit Zettelchen: "Katzen sind schon gefüttert!" - vielleicht sollten wir einfach die Zettel verstecken? Das müssen wir mal ausprobieren!


Kein Wunder, dass ich nach der ganzen Action abends oft ganz müde bin. Dann gehe ich manchmal schon vor und warte im Bett auf die beiden. Gut, dass ich da schlafen darf. Ach, ist das schön, wieder ein richtiges Zuhause zu haben! Hier bleibe ich nun und gehe nicht mehr weg. Das können Sie denen von der Tierhilfe ruhig sagen!


Viele Grüße, auch von meiner Familie


Ihre Holly-Maus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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02. Februar 2014


Liebe Frau Haberegger,

die Zeit verfliegt schnell, nun haben wir Holly schon drei Wochen bei uns und können uns den Alltag ohne die süße Maus gar nicht mehr vorstellen!

Sie hat sich ganz problemlos eingelebt, überhaupt keine Schüchternheit gezeigt, sondern ist von Anfang an neugierig und ohne Scheu auf alle(s) zugegangen, hat die Wohnung erforscht, ihre Lieblingsplätze ausgesucht. Sie ist eine hingebungsvolle Schmuserin, kuschelt gern und viel, hat aber auch Spaß am Spielen und Rumtoben. Die Beziehung zu ihren neuen Menschen war sofort ganz liebevoll. Allerdings schien sie anfangs mehr an uns Zweibeinern interessiert als an den anderen Katzen. Sie hat jedoch akzeptiert, dass diese freundlich auf sie zukamen, und mittlerweile wird das Verhältnis zu ihnen jeden Tag intensiver. Sie schlafen nun schon mal zu zweit oder dritt im Bett, kuscheln miteinander, und heute haben sich Holly und Aleko zum ersten Mal gegenseitig hingebungsvoll geputzt! Für die ersten drei Wochen ist das doch super, oder?

Wir schicken Ihnen erste Fotos mit und hoffen, dass Sie unsere nun wieder komplette Familie bald mal live erleben können.

Vielen Dank für Ihren Einsatz für die Katzen und die Vermittlung von Holly!

Bis bald, herzliche Grüße

Stephanie, Norbert und Jan mit Aleko, Fleur, Holly und Romeo

 

 
 


 


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