Tierhilfe Verbindet e.V.


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Leona

 


 

 

05. Juni 2014

 

Wie aus Leona Leo wurde!


Wir hatten uns für Leona entschieden, weil wir für unsere ältere Dame Edna, die wir 2010 von der Tierhilfe bekommen haben und deren Freundin Bimba kürzlich verstorben war, wieder eine Freundin gesucht haben. Es hieß, Leona ist eine ca. 7jährige, ruhige Katzendame. Schon als wir Leona abgeholt haben, war sie sehr zutraulich und hat sich von Hand füttern lassen. Zuhause angekommen ist sie zu jedem hin, hat ihr Pfötchen auf unser Knie gelegt und hat „Hallo“ gesagt. Leona musste dann auch gleich zur Ärztin, da sie Milben und Würmer hatte (war ja nicht schlimm) – aber das war nur der Anfang. Meine Tochter hat Leona ein Bettchen mit Rosenmuster gekauft und rosa Näpfe. Leona hat das Bettchen jedoch nicht angenommen.

Die Zusammenführung hat nach 10 Tagen super geklappt, zumal Leona vorher schon mal in die restliche Wohnung ausgebüxt war. Nach ein paar weiteren Tagen hat Leona sich dann jedoch gedacht, sie müsse uns  mal darüber aufklären, dass sie gar kein Mädchen ist – Leo ist ein Junge! (Dann wussten wir auch, warum er das Rosenbett nicht wollte) Aber das war noch nicht alles, Leo ist auch taub.


Als ich dies Alex von der Tierhilfe mitgeteilt habe, konnte sie dies gar nicht glauben – aber es ist so. Alex hat uns gefragt, ob wir Leo evtl. zurückgeben wollen, da er doch sehr laut ist (vor allem nachts) und wir in einer Wohnanlage wohnen. Die sofortige Reaktion meiner Tochter war, dass sie laut geschrien hat „Neiiiin, das ist mein Kater, der bleibt hier“. Ich muss dazu sagen, dass wir schon Erfahrung mit einer tauben Katze haben. Die Tierärztin sagte auch, „ist doch nicht so schlimm, jetzt haben Sie halt einen Kater“.  Inzwischen haben wir auch das Gefühl, dass Leo etwas jünger ist, aber unsere Edna mag ihn, wenn auch manchmal die Fetzen fliegen. Er ist so ein lieber, zutraulicher Kerl und geht auf den Arm. Ganz schwarz ist Leo auch nicht (wie auf dem Vermittlungsfoto), der Brust-/Bauchbereich, sowie die Innenseiten der Beine sind dunkelbraun und wenn die Sonne auf das Dunkelbraun scheint, leuchtet das Fell rötlich. Er ist einfach wunderschön. Wir werden Leo freiwillig nicht mehr hergeben und mit der Taubheit müssen wir eine Lösung finden, um mit ihm kommunizieren zu können. Auch müssen wir Leo nachts (vor dem Bett gehen) beschäftigen, sodass er müde wird und mit uns schlafen geht; wenn er noch wach ist, schreit er eine Weile.


Meine Tochter hat mich vor ein paar Tagen gefragt „Mama, warum landen immer die kranken Katzen bei uns“ (ich habe schon 30 Jahre Katzenerfahrung und alle waren sie irgendwie krank oder hatten ein Handicap (auch Edna ist nicht perfekt, sie hat keine Zähne mehr, für sie müssen wir das Futter immer durch die Gabel drücken und bis vor einem Jahr war Edna eine Angstkatze).


Meine Schwester hatte jedoch die passende Antwort für meine Tochter: 'Gott hat Leo zu euch geschickt, weil er weiß, dass die Katzen es gut haben bei euch'. Auch die Handicap-Katzen brauchen ein Zuhause; sie sind auch so dankbar und unser Leo z.B. sprudelt vor Lebensfreude.


Gaby und Katja

 

 

   

 

   

 

 

 

 


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