Tierhilfe Verbindet e.V.


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Marilyn

 


 

 

07. Juli 2014

 

Wie Marilyn ihr großes Glück fand …


… ein Gesucht/Gefunden-Bericht von Marilyns glücklichem neuen Frauchen:


Schon lange trug ich mich mit dem Gedanken, wieder einen Hund an meiner Seite zu haben. Ich hatte ganz besondere Wünsche. Aufgrund meiner Lebenssituation mit einer Praxis und einer Treppe im Haus, sollte das Hundchen genügend hohe Beine haben, um nicht wegen der Stufen mit der Wirbelsäule belastet zu werden, aber klein genug sein, damit ich sie auch mal heben könnte. Auf gar keinen Fall dürfe sie haaren, und am liebsten so zwischen 2 und 5 Jahren jung sein … Also: ich hab mir einen Hund „gebacken“. Ich hielt Ausschau, klapperte alle Tierheim in der Nähe ab  und verbrachte Stund‘ um Stund‘ am PC.


Natürlich kam ich auf alle möglichen Seiten. Bei manchen gab es rührselige Geschichten um die armen Hunde. Da wurde ich allerdings etwas hellhörig. Woher wollte man diese vielen Informationen haben? Ich traute dem Braten nicht so ganz und hatte eher das Gefühl, hier würde „ auf die Tränendrüse“ gedrückt. Keine gute Grundlage für so eine wichtige Entscheidung, wenn man die Verantwortung für ein Tierheim-Tier übernehmen will.  Den Unterschied dazu fand ich dann auf der Seite „Tierhilfe verbindet“. Hier hatte ich das Gefühl, Daten, Fakten, hilfreiche Infos zu bekommen und kein Gesäusel. Schlussendlich habe ich dann auch hier die neue Liebe meines Lebens gefunden.

Ich fand Marilyn. Das Foto, auf dem sie mir sofort ins Herz hüpfte.  

 

 

 

  

Ganz sehr lieben Dank für die viele Geduld und die liebevolle Beratung, die ich durch Annette Renner bei „Tierhilfe-Verbindet“ erfahren habe. Denn auch wenn der Entschluss für ein Haustier gefallen ist, ist doch die endgültige Entscheidung noch mal etwas Besonderes. Sie hat mich fachkompetent und sehr menschlich dabei unterstützt.


Ich wurde nämlich im Vorfeld von Freunden gewarnt. Bekam Schauergeschichten erzählt, welche Schwierigkeiten Hunde aus Auslands-Tierheimen bereiten könnten. Jeder kannte jemanden der jemanden kannte, der eine Problematik mit seinem Auslands-Hund hatte. Puh. Daher kaufte ich mir zuvor ein Buch über Hunde aus dem ausländischen Tierschutz (Einwanderer auf vier Pfoten) um mehr zu erfahren. Ich habe das Taschenbuch gar nicht ganz vollständig gelesen, (ich geb‘s zu). Aber das Wichtigste war für mich, einen eher neutralen Ratgeber in den Händen zu halten, der entsprechende Aussagen überprüft und statistisch ausgewertet hatte und Dinge auf den Punkt brachte. So fand ich schriftlich und persönlich unterstützt wieder Mut.


Durch Umstände, die mir nicht genauer bekannt sind, war Marilyn in einer Pflegestelle in Deutschland angekommen. Dort durfte ich die Kleine besuchen. Die 400-km Reise war es echt wert. Nun wurde mir klar, warum mich das Foto von ihr einfach nicht losgelassen hatte. (bestimmt 20mal am Tag hatte ich es angeklickt.) Ich war „in echt“  noch mehr angetan und zugewandt. Ach - ich sag die Wahrheit: verliebt war ich! Die Tierschutz-Kontrolle gab ihren Segen, alle Richtlinien erfüllt. Ich konnte Mitte Mai noch einmal los fahren, um sie ihr neues zu Hause im Hessenland zu holen. Aus Marilyn wurde Nelly.

 

Möglicherweise sagt ja jeder, er oder sie habe den besten Hund der Welt, aber: bei mir stimmt es!!  Nelly ist lieb, sehr gelehrig, wurde ganz schnell stubenrein und konnte von Anfang an mit auf die Arbeit gehen. Sie hat schnell begriffen, dass ich diejenige bin, die die Patienten begrüßt und nicht sie. So schläft sie ruhig in ihrem Wärmekörbchen an der Anmeldung oder spaziert nach oben in die Wohnung und überlässt mir die Arbeit.

 

 

 

 

Draußen und beim Spielen kann sie ein richtiger Rabauke werden. Der kleine Pudelmix hat einen Schwung Terrier in sich, es ist eine wahre Freude. Nach den ersten, sehr schüchternen Tagen entwickelte Nelly sich langsam zu einer selbstbewussten, stolzen aber verträglichen Hundedame.  Es stimmt, was ich gesagt bekam: „Warten Sie ab, Sie bekommen ein Überraschungspaket!“ 


Wir ließen sie 6 Wochen ausschließlich an der Leine. 3 Wochen Spaziergänge zu Fuß. Sie musste sich erst einmal ein paar Muskeln antrainieren, dünn und schmächtig wie sie war. Damit sie sich dann aber mal so richtig ausrennen konnte, ging es ab der 4. Woche auch mal mit dem Fahrrad nach draußen. Langsam, zuerst Schritt für Schritt, bis das seltsame Ding als ungefährlich und nützlich erkannt wurde, sind wir dann die ersten kleinen Strecken im Trab gelaufen. Nelly hat immer das Tempo bestimmt.  Ab und zu flitzte sie dann los. Man hat sie wirklich lachen sehen, als sie mit langen Sprüngen das Sich-Strecken in der Luft  genossen hat. Täglich entwickelte sie mehr Ausdauer, bekam ein immer schöneres Fell und die Härchen auf der Nase, die vor lauter Stress ausgefallen waren, wuchsen nach. Ich kann kaum glauben, wie schnell das alles ging!!

 

 

 

  

Nelly liebt es, stundenlang  gestreichelt zu werden. Sie ist ein absolut menschenfreundlicher Hund, hat weder Angst vor Männern noch vor Zeitungen, Föhn oder Staubsauger. Nur das Zischen der Busse oder große LKWs machen sie scheu und Sylvester ist Gott sei Dank noch weit genug weg, damit wir ihr vielleicht mehr Sicherheit geben können, bis die Knallerei losgeht. Die mag sie nämlich gar nicht (und ich kann sie verstehen) 

 

 

  

 

In dieser Woche war sie beim Hunde-Friseur „flotte Locke“. Tapfere kleine Maus. Es fällt auf, wie wohl sie sich mit kürzeren Haaren fühlt, besonders bei dem heißen Sommerwetter.

 

 

 

Wir empfinden täglich so viel Liebe und Freude mit diesem Hund, wir haben uns gesucht und gefunden und ein größeres Glück kann ich mir gerade gar nicht vorstellen. Im Gegensatz zu früher habe ich jetzt jeden Tag einen „kleinen Urlaub“.


Ich möchte den Suchenden, die hier auf dieser Seite rumstöbern ein bisschen Mut machen. Damit man sieht, wie schnell sich ein Hundchen wieder finden und sich zu dem - oder der – entwickeln kann, die sie ist, schicke ich ein paar Fotos mit.

 

  

     

 

 

Wenn das Hundchen auf dem Tierheim-Foto auch noch so zerrupft aussehen sollte, lassen Sie sich gar nicht beirren. Ich nehme aber sowieso an, dass Ihr Herz sprechen wird, wenn sie das richtige Tier, das ihr Lebensgefährte werden wird, sehen.


Mein Herz hüpft mir im Leibe und das mehrfach täglich!!


Danke, NELLY, dass es Dich gibt!


sagt Cornelia aus Frankfurt

 

 

 

 

 

 

 


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