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Romy

 


 

27. September 2015

 

Servus, ich bin die Romy!


Am 8. März kam ich nach Deutschland. Nach langer Fahrt durfte ich mir dann bei Sonnenschein und einigermaßen warmen Wetter meine Beine vertreten und hab meine neue Familie kennengelernt. Wusste gar nicht, wen ich als erstes abschlecken und anspringen sollte. ;-)


Dann ging‘s ab nach Hause - nochmal 1½ Stunden Autofahren, aber ganz ehrlich, ich finde Autofahren toll!!! Da hab ich den ganzen Kofferraum für mich; richtig viel Platz, da kann ich mich auch ausgestreckt hinlegen und schlafen. Bei der Heimfahrt hab ich mir aber ab und zu auch die Gegend angeschaut. Scheint richtig toll zu sein dieses Bayern; viele Wiesen, Berge und Seen - schaut nach Abenteuer aus.


Daheim angekommen durfte ich erstmal meinen neuen, großen Garten erkundschaften. Mein Abenteuerspielplatz mit Hügellandschaft, großem Teich, Spielwiese und Rundlauf ums Haus - einfach genial. Und das Beste war der Tennisball, der da rumlag. Den kann man fangen und schmeißen und zerkauen, das macht richtig Spaß. Nur warum gehen die so schnell kaputt, wenn man sie kaut???


Naja jetzt hab ich schon ganz viele Bälle und meine Mama hat mir extra Bälle gekauft für „extreme Kauer“ - weiß gar nicht warum - jedenfalls sind die knallrot und die liebe ich! Mit denen wird auch fleißig gespielt, entweder alleine oder mit meiner Familie.    

 

   

 

Aber jetzt zurück zu meiner Ankunft. Nachdem ich meinen neuen Spielplatz gesehen hatte, lernte ich meinen heutigen besten Freund kennen. Den Leo - eigentlich Leonardo - das ist der rot-weiße 17 Pfund schwere Riesenkater der Familie, der schon immer geglaubt hat ein kleiner Hund zu sein. Der war gleich ganz nett zu mir. Ich durfte ihn anschnüffeln und er hat zurückgeschnüffelt und am Abend dufte ich ihm sogar schon ein Bussi geben. Nach dem Abendessen ging’s unter die Dusche, obwohl mich meine Mama gelobt hat, wie sauber ich doch bin und gar nicht streng rieche - na was denkt die denn, ich bin doch eine kleine Diva, die sind immer rausgeputzt. Jedenfalls ist mir dieses Duschen nicht so ganz geheuer, aber passiert ist mir eigentlich auch nix. Beim Abtrocknen bin ich dann tief und fest eingeschlafen und erst wieder im Wohnzimmer auf meiner kuscheligen Decke aufgewacht. 


Nun ja, seit diesem Tag sind 3 Monate vergangen und ich finde es toll in meinem neuen Zuhause. Ich habe seither schon viel gelernt: am Tisch darf man nicht betteln, Couch und Bett sind tabu - aber mein Hundebett ist auch viel besser, Leute darf ich nicht anspringen und Hundeschulbefehle müssen befolgt werden. Das kann ich auch schon richtig gut, „Sitz“ und „Hierher“ geht wunderbar, „Platz“ und „Fuß“ geht meistens und immer besser, nur dieses „Bleib“ kann ich mir immer wieder nicht merken. Ansonsten ist es toll, entweder ich treffe neue Freunde beim Spazieren gehen oder sie besuchen mich in meinem Garten, wie meine beste Freundin Luna. Wenn keine Hunde bei mir sind, spiele ich Ball oder mit meinem Kuscheltier „Amanda“ - ein rotes Nilpferd - oder mit meinem Kater und wenn wir beide müde sind, dann schlafen wir oft eng aneinander gekuschelt, das find ich schön.  

 

   

 

Oft bin ich auch mit meiner Mama in der Arbeit, da lieg ich dann unter dem Schreibtisch und schnarche - weiß gar nicht warum alle sagen, arbeiten wäre so anstrengend. - Vor allem müssen wir mit dem Auto zur Arbeit und ich finde Autofahren immer noch super, am liebsten würde ich jeden Tag Autofahren.


Auch sonst ist immer was los. Ich war schon öfters im Restaurant und auch schon im Hotel mit dabei und immer wurde ich von allen gelobt, wie brav, ruhig und süß ich doch sei. Das freut mich sehr, aber ich glaub meine Mama noch mehr.


Auch hatte ich gleich am Anfang mal Urlaub von meiner Familie, weil die nach Italien gefahren sind. Da durfte ich dann für zwei Wochen zu Marie und ihrer Familie nach Haar ziehen. Marie hat sich ganz toll um mich gekümmert, auch als ich am Anfang etwas Heimweh hatte und ich durfte ganz viel mit ihr und ihren Hunden Donia und Minerva spielen, das fand ich klasse! Vielen Dank nochmal! 


Auch einen lieben Dank an meinen Bruder Ronny, der war bei der Vorkontrolle durch den THV dabei und hat mein tolles neues Zuhause für mich mit ausgesucht. - Pfote drauf, Bruderherz! -


Ach, zum Schluss noch was. Meine Mama hat beschlossen, dass ich ein waschechter FC Bayern-Fan werden soll und mich gleich mit Halsband, Leine und Halstuch ausgestattet. Ich weiß zwar noch nicht so ganz was das ist, aber die sind rot angezogen und laufen hinter einem Ball her, also so falsch kann dieses Fußball und der FCB nicht sein.


Wahrscheinlich hab ich jetzt ganz viel vergessen euch zu erzählen, aber es passiert so viel, dass ich gar nicht an alles denken kann. J

LG eure Romy

 

 

 

Update September: 

 

   

 

So, die letzten paar Wochen ist viel passiert. Leider auch sehr trauriges. Mein bester Freund, Kater Leo ist nach einem Autounfall gestorben und ich vermisse ihn sehr. „Mach’s gut best friend. Ich hoffe auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke ist es schön.“ RIP Leo. 


Und keine 3 Wochen später ist auch seine Schwester Susu ganz plötzlich verstorben. RIP Su. Wenigstens seid ihr jetzt wieder zusammen.


Aber das waren für mich und meine Mama sehr schwere Wochen. Und weil ich und vor allem auch meine Familie nicht ohne Katze leben können, haben wir 3 neue aus dem Gnadenhof geholt. Ein großer getigerter Kater namens Xaver, der ist schon zehn und zwei kleine Findelkinder mit 8 Wochen. Mittlerweile sind 4 Wochen vergangen und die drei haben sich gut eingelebt. Leider spielt der Xaver nicht mit mir und faucht mich an, wenn ich den Sicherheitsabstand von 1 Meter unterschreite, aber er toleriert mich und hat auch keine Angst vor mir, das ist schon ein guter Anfang. Und mein Ziel bis Weihnachten ist, dass er mich gar nicht mehr anfaucht, weil er kapiert hat, dass ich gar nix mache. Wird noch ein Stückchen Arbeit ihn zu überzeugen, aber das krieg ich schon hin.


Unsere zwei Findelkinder - Bazi und Cino - sind da ganz anders. Das sind meine Babies! Ich bin ganz vernarrt in sie und könnte sie den ganzen Tag abschlecken und mit ihnen schmusen. Und den zwei geht es genauso, ich glaub, sie sehen in mir ihre Ersatzmama. Vor allem der kleine Cino ist ganz verliebt in mich, aber ich auch in ihn, er ist nämlich ein roter Langhaarkater und meinem Leo sehr ähnlich.                                                                 


Auch wenn die letzten Wochen sehr schwer waren, so haben wir doch mit unseren neuen Familienmitgliedern viel Spaß und jetzt bin ich mal die Große, die sich mit allem schon auskennt und den anderen alles beibringt und zeigt, so wie es der Leo bei mir gemacht hat. Meine Mama lobt mich immer wie toll ich das alles mache und wie brav ich auch bei den neuen Katzen bin und dass ich einfach ein super Hund sei. Sie sagt immer, ich wäre nicht nur wie ein Sechser im Lotto, sondern wie einer mit richtiger Zusatzzahl. -Was immer das auch heißen mag. -


So das war’s jetzt vorerst mal. Ich lass wieder von mir hören. Spätestens zu Weihnachten, um euch zu erzählen, ob ich mein Ziel mit Kater Xaver erreicht habe. Bis dahin wünsch ich euch eine gute Zeit und ich bin ja schon gespannt, ob die kommende Zeit, also Herbst/Winter/Weihnachtszeit wirklich so toll ist, wie meine Mama dauernd behauptet. Vor allem was dieser Schnee sein soll, in dem man dann rumtoben kann. Jedenfalls bin ich jetzt sehr froh, dass es kälter ist, denn diese Hitze vor paar Wochen war ja kaum auszuhalten. Auch wenn ich für mein Leben gern ins Wasser gehe und schwimme, fand ich die heißen Tage einfach furchtbar!


In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Herbst- und Adventszeit.                                             


Bis bald eure Romy

„I bin die Romy und da bin i dahoam!“

 

 

 

 


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